DOM Scripting - Web Design with Java Script and the Document Object Model, Jeremy Keith, 2005, friendsofed.com,
ISBN: 1-59059-533-5.
"You don't need to be a programmer to understand DOM Scripting. In fact, this book is aimed specifically at web designers."

Jeremy Keith engagiert sich seit Jahren im
Web Standards Project innerhalb der DOM Scripting Task Force für zugängliche und auf Webstandards basierende Webseiten. In
DOM Scripting richtet er sich primär an Webdesigner, an Personen die über keine oder wenige Programmiererfahrungen verfügen, die wissen möchten, wie sie mit JavaScript und DOM Skripting ihre Seiten sinnvoll um dynamische Elemente erweitern können.
Das 341 Seiten umfassende Buch beginnt mit einer kurzen
pragmatischen JavaScript Einführung und widmet sich dann ausführlich der Erklärung des Document Object Models. Was ist das DOM und wozu das Ganze? Was kann man damit machen und wie kann man es machen? In den folgenden Kapitel soll der Leser anhand einer Reihe von
ausführlich erklärten Praxisbeispielen ein Verständnis für die wichtigsten DOM Methoden und Eigenschaften erlangen. Schrittweise werden kleine Teilprojekte entwickelt (Bildergalerie, Elemente animieren, Inhalte mit JavaScript on the fly generieren oder verändern, Aussehen und Verhalten einer Seite dynamisch erweitern) die am Ende schließlich zu einem großen Ganzen, zu der Seite der fiktiven Band
Jay Skript and the DOMSTERS, zusammengeführt werden.
Dem letzten Kapitel über die Zukunft von DOM Scripting, Webapplikationen und einer Einführung in Ajax folgt eine 16 seitige Referenz mit den wichtigsten Methoden und Eigenschaften des DOM. Den Schluss bildet ein 11 seitiger Index der zwar ganz brauchbar ist, aber dennoch eine Spur ausführlicher hätte ausfallen können. Die Referenz gibt es übrigens auch als
Podbook zum Downloaden.
Jeremy achtet sehr auf den
praktischen Real-World-Nutzwert seiner Beispiele. Er bemüht sich alle Anweisungen und Konzepte im Code zu erklären und auf mögliche Fragen des Lesers einzugehen. Seine ausführliche Art Code zu besprechen, tendiert ein wenig zu Wiederholungen, hat jedoch auch den Vorteil, dass der Code auch ohne Rechner nachvollziehbar bleibt.
Die einzelnen Kapitelinhalte bauen aufeinander auf und zeichnen sich zudem durch ihre Struktur aus:
- What this chapter covers
- Inhalt
- (Summary)
- What's next?
Das Buch hat mich aufgrund seiner sauberen und soliden Einführung überrascht. Wer bereits über DOM / JavaScript Erfahrungen verfügt, wird zwar wenig Neues aus dem Buch erfahren, kann aber trotzdem von den Beispielen profitieren. Keith bemüht sich seine Beispiele ständig weiter zu entwicklen (progressive enhancement) und predigt vor allem den
sinnvollen Einsatz von DOM Scripting:
- Graceful degradation: ensuring that your web pages still work without JavaScript.
- Unobtrusive JavaScript: separating structure from behavior.
- Backwards compatibility: ensuring that older browsers don't choke on your scripts.
Man merkt dem Buch durchaus an, dass es von einem Autor geschrieben wurde, der nicht aus einem Informatik Umfeld kommt. Jeremy präsentiert seine Inhalte weniger formal strikt, als pragmatisch locker. Layout und Papier laden angenehm zu Randnotizen ein. Weniger toll hingegen ist, dass es zwar eine Webseite zum Buch gibt, aber der Code zum Buch nur auf der Seite des Verlages zu finden ist.